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Großübung ManV Cafe Zepp in Lauf 2000

Großübung des Bayerischen Roten Kreuzes im Kreisverband Nürnberger - Land Bereits Anfang des Jahres, kurz nach dem Millenniumfest, begannen die ausgiebigen Planungen zu einer Übung, welche im Juni in Lauf stattfand. Angenommen wurde ein Brand in der ehemaligen Diskothek "ZEPP" welche demnächst abgerissen wird. Dadurch konnte eine Übung vom Leiter der Ausbildung (BRK), Herr Bernhard Wurm und von KBM Rainer Krug (FFW) organisiert werden. Unterstützt wurden beide von mehreren Helfern/-innen. Übungsziel war vor allem das Zusammenspiel mehrerer Hilfsorganisationen bei einem Massenanfall von Verletzten.

 

Aus dem gesamten Kreisverband Nürnberger - Land waren Schnelleinsatzgruppen (SEG) im Übungseinsatz. Beteiligt waren die SEG‘en aus Lauf, Hersbruck, Röthenbach und Winkelhaid. Unterstützt wurden die Einheiten vom Fachdienst Technik und der Unterstützungsgruppe Führung. Der Arbeiter Samariter Bund Lauf war mit Rettungsdienst- und einem Betreuungsfahrzeug an der Abwicklung des Einsatzgeschehens beteiligt. Die organisatorisch - taktische Einsatzführung wurde von einem vorbenannten Organisatorischen Einsatzleiter (OrgL) übernommen. Den ärztlichen Part nahmen Herr Matern als Leitender Notarzt (LNA) und seine Kollegen, Herr Dr. Seitz und Herr Dr. Orth war. Für die seelsorgerische Betreuung stand Herr Diakon J. Grams zur Verfügung.

 

Im gesamten Gebäude waren 25 Verletzte verteilt. Der Hauptteil der Verletzten (16) befand sich im ca. 20 x 20 m großen Tanzsaal. Die Verletzten, welche von der FF Hüttenbach, FF Schnaittach, FF Rückersdorf und dem Jugendrotkreuz Lauf zur Verfügung gestellt wurden, waren vom Jugendrotkreuz Lauf, Hersbruck, Feucht und Burgthann sehr realistisch geschminkt worden. Sämtliche Räumlichkeiten waren durch mehrere Nebelmaschinen verqualmt, was die Suche der 74 Atemschutzgeräteträger nach den Verletzten erschwerte und die Rettung noch realistischer gestaltete. Bereits hier wurden die Rettungskräfte mit den verschiedensten Verletzungen (z.B. schwere Verbrennungen, Rauchgasintoxikationen, Frakturen der Arme bzw. Beine, diversen Schnittwunden und Prellungen, ... ) konfrontiert.

 

Insgesamt waren 104 Feuerwehrdienstleistende im Einsatz welche durch den KPM Herr Krug und seine Führungskräfte eingesetzt wurden. Alle teilnehmenden Rettungs- ‚ Sanitäts-, und Fachdienstfahrzeuge bezogen vor Beginn der Übung den Bereitstellungsraum an der Heldenwiese und wurden dann von der Einsatzleitung, mit einem fest definierten Auftrag, abgerufen. Zuerst trafen die Rettungsdienstfahrzeuge des ASB + BRK Lauf, zeitgleich die Sanitätseinsatzleitung (OrgEL / LNA) ein. Bereits von der Feuerwehr gerettete Opfer wurden an der Verletztenablage durch den Leitenden Notarzt Herr Matern gesichtet. Die Leitung der Verletztenablage wurde von Frau Piltz (BRK - Lauf) gemeistert. Im Vordergrund standen lebensrettende Maßnahmen, Volumengabe und Diagnostik. Nach der Erstversorgung wurden die Patienten per Trage zur Verletztensammelstelle gebracht. Dort hatten bereits die SEG‘en Röthenbach und Winkelhaid, mit dem Fachdienst Technik, eine umfangreiche Verletztensammelstelle aufgebaut. Zum Einsatz kam auch das neue Schnelleinsatzzelt (SF7), welches innerhalb von 2 min. durch Druckgasflaschen aufgestellt werden kann. Die Abschnittsleitung wurde durch den Kameraden Pfeil (BRK - Röthenbach) und Kam. Freier (BRK - Winkelhaid) wahrgenommen. Herr Dr. Seitz übernahm die ärztliche Leitung an der Verletztensammelstelle. Nach erweiterter Diagnostik und Versorgung der Verletzten bzw. Betroffenen wurden alle Patienten!- innen registriert und über einen "Shuttle- Service" dem Verbandplatz zugeführt. Der Verbandplatz wurde vom BRK Hersbruck, unter der Leitung von Kam. Wolfgang Fürst, auf einem gesperrten Parkplatz (Pegnitzwiese) aufgebaut. Die ärztliche Leitung übernahm Herr Dr. Orth. Dort wurden die Patienten/-innen eingehender Diagnostik und einer erweiterten Versorgung zugeführt. Hier fand dann die Schlußregistrierung und Meldung der Patienten an die Unterstützungsgruppe Führung statt. Auf dem sehr gut organisierten Kraftfahrzeughalteplatz wurden die transportfähigen Patienten an die Rettungsdienstfahrzeuge übergeben und in das Übungskrankenhaus (Wache der FFW - Lauf) verbracht.

 

In der Abschlußbesprechung bedankte sich der Leiter der Ausbildung, Herr Bernhard Wurm bei allen Anwesenden für das Ermöglichen dieser Großübung und lobte das gute und besonnene Vorgehen. Besonderer Dank galt vor allem der FFW - Lauf und Herr KPM Krug. Bei der Rettung und der anschließenden Versorgung der Verletzten an den verschiedenen Abschnitten, waren keine größeren Fehler zu erkennen. Auch das Zusammenspiel der Hilfsorganisationen Bayerisches Rotes Kreuz, Arbeiter Samariter Bund und Freiw. Feuerwehr, klappte ohne Probleme.

 

weiterer Dank an:

o die Schminktrupps des JRK Nürnberger Land

o die FFW Lauf, die das Gerätehaus zum schminken und zur anschließenden Übungsbesprechung zur Verfügung stellten

o Getränke Ziegler, Lauf, der Getränke kostenlos zur Verfügung stellte

o Familie Eckhardt, die das Gebäude für die Übung zur Verfügung stellte

 

Bericht: Thomas Grabmann, 1. stellv. Kreisbereitschaftsleiter BRK