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Gefahrgutunfall Fa TNT Gewerbepark Nürnberg-Feucht 2008

Gefahrgutübung auf dem Gelände der Firma TNT in Feucht

 

 

Am 26. September 2008 fand auf dem Firmengelände des Speditionsunternehmens TNT in Feucht eine Übung des Bayerischen Roten Kreuzes statt. Inszeniert wurde dabei ein Chemie-Einsatz mit Gefahrgutaustritt und Personengefährdung. Am späten Nachmittag trafen sich die an der Übung teilnehmenden Einsatzkräfte in Feucht. Dort wurde eine erste Einsatzbesprechung abgehalten, um die Teilnehmer schon vorab über das Wesentliche zu informieren. Noch währenddessen fuhren bereits die ersten Feuerwehrfahrzeuge mit Sonderrechten in Richtung Einsatzort.

 

Nach und nach wurden dann auch die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes von der Übungsleitstelle zum Gewerbepark Feucht alarmiert. Parallel zur BRK Übung ließ die Geschäftsleitung der Firma TNT das Gebäude evakuieren und räumen, in dem sich zu diesem Zeitpunkt rund 100 Mitarbeiter befunden hatten. So konnten auch die Sicherheitsbeauftragten des Speditionsunternehmens den Ernstfall proben und von der Gemeinschaftsübung aus BRK und Feuerwehr profitieren. Die Einsatzkräfte des BRK und der Feuerwehr wurden im Weiteren mit einem durchaus realistischen Einsatzszenario konfrontiert. Obwohl die Arbeiter bereits aus dem Gefahrenbereich evakuiert waren, galten einige Personen noch als vermisst. Zudem wurde gemeldet, dass in den Firmenhallen noch unbekannte Chemikalien ausgelaufen wäre. Die Zahl der Verletzten auf dem Gelände war ebenfalls noch nicht überschaubar.

 

In Zusammenarbeit mit den Feuerwehren wurden die Verletzten inner- und außerhalb der Speditionshallen gerettet und erstversorgt. Dabei waren zur Unterstützung des Sanitätspersonals insgesamt neben dem leitendenden Notarztnoch drei weitere Ärzte im Einsatz. Zur gleichen Zeit nahm der Dekontaminationstrupp der Feuerwehr seine Arbeit auf. Ein beschädigtes Paket in der Firmenhalle wurde gesichert und die daraus ausgelaufene Chemikalien wurden als Trichlor und Salzsäure identifiziert. In der Zwischenzeit waren auch die Sanitäter und Ärzte des BRK einsatzbereit. Von der SEG Winkelhaid und Nürnberg wurden zwei Rettungszelte aufgebaut, in denen die verletzten Opfer registriert und behandelt werden konnten. Vorwiegend musste das Sanitätspersonal Verätzungen an den Extremitäten und im Kopfbereich versorgen sowie Atemwegsbeschwerden behandeln, die von den Dämpfen der beiden Stoffe herrührten. Bis die Patienten abtransportiert werden konnten, wurden sie weiter medizinisch vom Sanitätspersonal überwacht und betreut.

 

Der Einsatzleiter Alexander Baum sowie der leitende Notarzt Dr. Wolfgang Kwol organisierten den vielfältigen Einsatz der 31 Rotkreuz Helfer. Währenddessen koordinierten Jörg Fillep und Herbert Doleschal in der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung die rund 13 Einsatzfahrzeuge des BRK, um einen reibungslosen Ablauf in Versorgung und Abtransport der Patienten herzustellen. Dafür hielten die Einsatz- und Abschnittsleiter engen Kontakt ebenfalls mit dem Führungspersonal der Feuerwehren.Von der Einsatzleitung dieser Übung wurden insgesamt 13 Verletzte registriert, die von ihren Verletzungsgraden das Spektrum von leichten bis schweren Verwundungen ausfüllten. Im Laufe der Übung wurde auch geprobt, wie das Sanitätspersonal auf lebensbedrohliche Zustandsverschlechterungender Verletzten reagiert. Gemimt wurden die Patienten durch das Jugendrotkreuz Burgthann und Eismannsberg, die so eine sehr realistische Übung ermöglichten. Nicht nur Übungsleiter Thomas Grabmann, sondern auch die Beteiligten zogen ein sehr positives Fazit dieser Übung. Denn nur durch die „geprobten Ernstfälle“ können Arbeitsabläufe und die Zusammenarbeit von BRK und Feuerwehren bei Großschadensfällen optimiert und routiniert werden.Vielen Dank an alle Organisatoren, Einsatzkräfte und Mimen, die durch ihre Mithilfe zum Gelingen dieser Übung und zur Entwicklung neuer Ideen beitrugen! Ein ebenfalls großes Dankeschön richtet sich an die Firma TNT, die die Übung erst möglich machte.

 

Text: Sabrina Mais