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Vermisstensuche Engelthal

 

EL-RD / Engelthal, Groß angelegte Vermißtensuche / 31.mai 2006
Autor: Peter Gebhard

 

 

 

Am 31.05.06, um 14.40 Uhr, wurde der ELRD zusammen mit 3 Rettungshundestaffeln, nach Engelthal alarmiert. Vor Ort angekommen, wurde mit der Leitung der PI Hersbruck telefonsich Kontakt aufgenommen und die weitere Vorgehensweise abgestimmt. Gesucht wurde eine 56 jährige Patientin, die sich stationär in der Frankenalb Klinik befand und bereits 3 Suizidversuche hinter sich gebracht hatte. Die Patientin hatte gegen 8.00 Uhr die Klinik verlassen.
Da zunächst nicht sicher war, wie viele Rettugshundeteam´s zum Einsatz kommen können, wurde eine 4. Rettungshundestaffel, sowie der EL Berg (Hersbrucker Schweiz 10) und die SEG der Bergwacht Lauf vom ELRD nachgefordert. Die Bergwacht alarmierte intern die Bergwacht Nürnberg, die ebenfalls über den EL Berg zum Einsatz kam. Nachdem bereits am Mittag mit dem Hubschrauber der Polizei das Gebiet abgesucht wurde und 3 Personensuchhunde der Polizei im Einsatz waren, wurde zunächst das Suchgebiet zwischen Engelthal und Weiher Richtung Reschenberg defeniert. Während die Flächensuchhunde das Gebiet absuchten, war die Bergwacht mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz um die Forst- und Waldwege in diesem Bereich abzufahren. Ein weiterer Personensuchhund der Hilfsorganisationen kam zum Einsatz und wurde vom Leiter der PI Hersbruck begleitet.
Nach erfolgloser Suche und Abgabe eines weiteren Hinweises, das sich die Person früher gerne im Bereich Stauseeoberbecken aufhielt, wurde das Suchgebiet bis Deckersberg erweitert und Rücksprache mit der Polizei, auch die Suche auf das Stauseeoberbecken ausgedehnt, hierzu wurde vom ELRD die Wasserwacht nachgefordert und es kam auch 1 Gewässersuchhund zum Einsatz.
Da noch mit einem längeren Sucheinsatz zu rechnen war, wurde vom ELRD die SEG Betreuung der BRK-Bereitschaft Hersbruck nachgefordert und die Einsatzkräfte bei der für diese Jahreszeit sehr naßkalten Witterung mit heißen Tee und Riegel zu versorgen. Durch die Poizei wurde Unterstützung durch die Bereitschaftspolizei angefordert und es kam die Feuerwehr Hersbruck zum Einsatz, um den Kruppach mit Fischerhosen abzusuchen, da der Personensuchhund in diese Richtung führte.
Von einer Angestellten der Klinik war zu erfahren, das sie die gesuchte Person, am Morgen vor der Klinik aus Richtung Ortsmitte gehen sah, zu diesem Zeitpunkt nicht wußte, das die Person gesucht wurde. Während die Rettungshunde weiter die vorwiegend die Fläche im Umkreis absuchten, die Bergwacht alle mit Geländefahrzeug befahrbaren Wege bis Deckersberg durchkämmte und die Bereitschaftspolizei sowohl den Nachbereich der Klinik als auch Scheunen, Schuppen, Gartenhäus´chen im Ortsbereich absuchten, waren noch 2 Personensuchhunde angekommen und wurden eingesetzt. Die Personensuchhunde der Mitglieder Hilfsorganisationen bestätigten alle 3 die Aussagen der Klinikangestellten, leider verzerrte sich jedoch das Bild in der Ortsmitte.
Bis zum Einbruch der Dunkelheit gegen 21.00 Uhr, wurde die intensive Suche erfolglos abgebrochen. Besonders hervorzuheben sei die sehr gute Zusammenarbeit mit der Polizei und der Bergwacht. Diese stellte neben Kartenmaterial und Kommuniaktionsmittel auch entsprechende Fahrzeuge zur Verfügung. Ganz besonderen Dank auch den Rettungshundeführeren mit Ihren Suchhunden, die bis zum Einbruch der Dunkelheit ein sehr hohes Engagement zeigten. Vielen Dank auch an die Wasserwacht, die auf nicht einfachen Wegen aufgrund eines Schrankenproblems das Stauseeoberbecken absuchten und an die BRK-Bereitschaft Hersbruck die für ausreichend heißen Tee sorgte, der von allen EK´s gerne angenommen wurde.

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Folgende Kräfte kamen zum Einsatz:

 

 

ELRD RK NL 2 Einsatzleiter RD Nbg.-Land
RTW RK 5251 BRK Hersbruck
SEG BRK Hersbruck mit RK NL 63/86/1 und 43/71/1
Bergwacht mit Hersbrucker Schweiz 10, BW Lauf 40/1 und 40/2 und Nbg. 40/1 und 40/2
Wasserwacht mit WW Heb. 91/1 und 99/2 sowie WW Röthenbach 71/1 und 11/1 mit 99/1
Rettungshundestaffel ASB Lauf-Altdorf, Rettungshundestaffel ASB Mittelfranken (Jura u. ERH),
Rettungshundestaffel BRK ERH, Rettungshundestaffel Franken-Oberpfalz mit insgesamt 23 Rettungshunden
FFW Hersbruck mit 4 EK
Bereitschaftspolizei 10 EK
PI Hersbruck 4 EK incl. Inspektionsleiter
Insgesamt waren über 100 Einsatzkräfte, mit über 20 Fahrzeugen und 23 Rettungshunde im Einsatz

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Fazit des Einsatzes:

 

 

Die gesuchte Person fügte sich leichte Verletzungen im Bereich der Pulsadern zu und irrte den ganzen Tag und die halbe Nacht umher und nahm auch Geräusche aus der Umgebung war (z.B. Hubschrauber, Hundebellen etc.).
Am 01.06.06, gegen 2.00 Uhr läutet sie an einem Anwesen in Deckersberg die Anwohner heraus und bat um Hilfe. Sie wurde noch in der Nacht ins BZK Engelthal zurückgebracht.
Aufgrund der Nässe und Kälte hätte sie die Nacht in freier Natur vermutlich nicht überlebt.