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 24 Stunden,  365 Tage im Jahr, Tag und Nacht, im Sommer wie im Winter Einsatzbereit

 

 

Verkehrsunfall mit PKW
Schwerer VU mit PKW

 

Hintergrund / Historie:

 

 

Seit dem 01.10.1986, ist ein Führungsdienst beim BRK Kreisverband Nürnberger Land fest installiert. Damals haben die Kollegen mit sieben Führungskräften angefangen. Ab Mitte des Jahres 1992, wirkte der ASB bei der Aufgabe des "Führer vom Dienst", so der alte Name, im Landkreis Nürnberger Land mit. Hier wurde bereits die noch heute gültige Dienstaufteilung von 80 % BRK und 20 % ASB festgelegt. Die Aufteilung erfolgte in einem Block BRK, (4 Wochen) und darauf folgend einen Block ASB, (1 Woche). Die zeitliche Einteilung der Dienste, hat sich über die Jahre den Gegebenheiten etwas flexibler angepasst, an der Dienstaufteilung an sich hat sich hingegen nichts geändert. Da es zur damaligen Zeit keine gesetzliche Grundlage für diesen Dienst gab und deshalb auch keine Kostenerstattung erfolgte, es jedoch unbestritten war, dass eine Führung des Rettungsdienstes in bestimmten Einsatzsituationen dringen erforderlich ist, wurde diese Tätigkeit lange Jahre freiwillig und unentgeltlich, aufgrund einer Vereinbarung mit der damaligen Rettungsleitstelle wahrgenommen.

 

Übergabe des KdoW in Altdorf
Übergabe des KdoW 2017

 

Aktuell:  

 

 

Derzeit umfasst die Einsatzleiter Rettungsdienst Gruppe zehn ELRD vom BRK Kreisverband Nürnberger Land, hinzukommen sechs ELRD die vom ASB Regionalverband Nürnberger Land e.V.  aus Lauf gestellt werden. Der Dienst ist per Dienstplan geregelt. So dauert die Tagschicht, in der Regel von 7-18 Uhr und die Nachtschicht von 18-7 Uhr, außer am Wochenende oder an Feiertagen, hier erfolgt die Übergabe morgens erst um 8 Uhr. Auch Mehrfachschichten hintereinander sind möglich. Zusätzlich zum ELRD ist ebenfalls 24 Stunden, rund um die Uhr ein Organisatorischer Leiter kurz "OrgL" im Dienst. Diese verfügen ebenfalls alle über die ELRD Qualifikation und können, falls notwendig auch als weiterer ELRD zum Einsatz kommen. Zusammen mit dem Leitenden Notarzt "LNA" bildet der "OrgL" die Sanitätseinsatzleitung "San-EL". Seit dem Jahr 2010 ist der "ELRD" ebenso wie die "Sanitätseinsatzleitung" erstmals in das novellierte bayerische Rettungsdienst Gesetz bzw. dessen Ausführungsverordnung (AV Bay. RDG) aufgenommen worden, sodass nun auch endlich eine gesetzliche Grundlage besteht, die unter anderem auch die Alarmierungskriterien, Einsatzschwellen und Befugnisse regelt.

 

Wir unterscheiden im Einsatz zwischen drei Führungsebenen 

 

1. Führungsebene:

 

Der von der jeweiligen Hilfsorgansiation (bei uns BRK, ASB) im voraus benannte "Einsatzleiter Rettungsdienst" (EL-RD) kommt bei größeren rettungsdienstlichen Einsätzen (= über den täglichen Routinebetrieb hinausgehende Einsätze) zur Koordination der rettungsdienstlichen Einsatzkräfte untereinander, sowie als Informationsschnittstelle zur Integrierten Leitstelle und anderen Kräften (z.B. Feuerwehr und Polizei) zum Einsatz.   

 

2. Führungsebene:

 

Der von der jeweiligen Kreisverwaltungsbehörde / Stadtverwaltung im benehmen mit dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralalrmierung "ZRF" im voraus benannte "Organisatorische Leiter" (OrgL) bildet zusammen mit dem "Leitenden Notarzt" (LNA) die im Bay. Rettungsdienstgesetz und im Bay. Katastrophenschutzgesetz verankerte "Sanitätseinsatzleitung" (San-EL). Die San-EL leitet den gesamten Rettungsdienst-/Sanitätseinsatz vor Ort, bei einem Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten "ManV/E". Unterstützung erhält sie dabei von der Unterstützungsgruppe San-EL "UG San-EL". Diese wird im Nürnberger Land ebenfalls von den beiden Hilfsorganisationen ASB und BRK getragen. Die San-EL untersteht im Einsatz dem "Örtlichen Einsatzleiter" kurz "ÖEL", sofern dieser alarmiert wurde. Organisationsinterne Führungskräfte der beiden Hilfsorganisationen ASB und BRK leisten diesen Dienst als EL-RD und/oder OrgL seit vielen Jahren rund um die Uhr und unentgeltlich für die Gesundheit aller Menschen in unserem Landkreis. Diese Tätigkeit wird vom BRK Nürnberger-Land ebenfalls mit vier Führungskräften wahrgenommen. 

 

3. Führungsebene:

 

Der im voraus vom Landrat/Oberbürgermeister benannte "Örtliche Einsatzleiter" (ÖEL) koordiniert und leitet im Auftrag der jeweiligen Kreisverwaltungsbehörde den Einsatz aller Kräfte (z.B. Feuerwehren, Rettungsdienstorganisationen, THW, Bundeswehr, sonstiger Dritter wie Werksleitungen, Versorgungsunternehmen oder Bundesbahn, dabei auch z.B. aller zivilen Helfer und Institutionen - und im festgestellten Katastrophenfall auch der Polizei) vor Ort. Ihm unterstehen alle am Schadensort eingesetzten Kräfte. Er wird nach Abstimmung mit der Kreisverwaltungsbehörde auch bereits unterhalb der Katastrophenschwelle leitend tätig. Seine Stellung ist u.a. im Bay. Katastrophenschutzgesetz verankert. Diese Tätigkeit wird in unserem Landkreis von derzeit 4 Führungskräften der Feuerwehr und je einer Führungskraft des THW und des BRK freiwillig und unentgeltlich ebenfalls rund um die Uhr wahrgenommen.

 

 

 

 

Unser Dienstbereich 

 

 

Übersicht Landkreis Nürnberger Land
Bildquelle: Wikipedia

 

Unser Dienstbereich ist der Landkreis Nürnberger Land. Dieser umfasst insgesamt 27 Gemeinden, darunter fünf Städte und drei Märkte. Er liegt am südlichen Rand des Naherholungs- und Klettergebiets "Fränkische Schweiz" und ist der östlichste Landkreis im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken. Nachbarkreise sind im Norden die Landkreise Forchheim und Bayreuth, im Osten der Landkreis Amberg-Sulzbach, im Süden der Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz und im Westen die Landkreise Roth und Erlangen-Höchstadt sowie die kreisfreie Stadt Nürnberg. 

 

Der Lankreis hat auf einer Fläche von 800,09 km² rund 164.564 Einwohner (Stand 31. Dez. 2012)

 

   
   
Verkehrsunfall BAB 6 bei Langwasser
Schwerer VU auf der BAB 6

Straßenverkehr:

 

  

Unser Landkreis verfügt über drei, der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands. Auf der A 3, A 6, A 9 und nicht zuletzt der A 73 sowie den Bundestrassen B 8 im südlichen Landkreis und der B 14 die den Landkreis in west-östlicher Richtung durchquert, ereignen sich immer wieder schwere Verkehrsunfälle. Drei der fünf Autobahnkreuze der Metropolregion Nürnberg liegen ebenfalls im Landkreis. 

Flugunfall in Lillinghof
MANV bei Flugschau in Lillinghof

Flugverkehr:

 

Im Landkreis befinden sich mehrere Segelflugplätze, unter anderem, in Hersbruck und Schnaittach-Lillinghof, neben kleineren Flugunfällen, die eher glimpflich verliefen, ereignete sich dort im Jahr 2010 ein schwerer Zwischenfall bei einer Flugschau.

Im Jahr 2001 stürzte ein Militärflugzeug bei Röthenbach an der Pegnitz in den Wald, was auch einen größeren Einsatz von Rettungsdienst und Feuerwehr erforderlich machte. Nicht zuletzt, stellt auch die Einflugschneise zum Nürnberger Flughafen eine potentielle Gefahr dar.

 

Unfall mit Pendolino in Hohenstadt
VU mit Pendolino bei Hohenstadt

Schienenverkehr:

 

   

Es bestehen verschiedene Regional-Bahnlinien wie die Strecken Richtung Amberg-Sulzbach und Bayreuth. Im unteren Pegnitztal verläuft die Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf. Im oberen Pegnitztal gibt es eine Schienenverbindung von Nürnberg Richtung Bayreuth. Beide Hauptstrecken sind zwischen Hersbruck (rechts Pegnitz) und Pommelsbrunn verbunden. Auch drei S-Bahnlinien, die große Teile des Landkreises, engmaschig an Nürnberg und den Landkreis Neumarkt i.d.OPf. anbinden, sind vorhanden. Zusätzlich schneidet ein kleiner Teil der ICE Schnellfahrtrasse Berlin-München den südlichen Landkreis zwischen Feucht und Allersberg. Bereits mehrfach ist es im Landkreis zu schweren Unfällen mit Zugbeteiligung gekommen.

Staubetreuung nach Schneefall auf der BAB
Staubetreuung nach Schneefall auf der BAB

Sonderobjekte:

 

  

Objekte mit erhöhtem Gefahrenpotential und daraus resultierenden Katastrophenschutz Sonderbeplanungen sind im Landkreis, die Bundesautobahnen sowie das Pumpspeicherkraftwerk in Happurg. In der Vergangenheit ist es bereits zu einem Katastrophenalarm im Landkreis durch schwere Schneefälle gekommen, damals war auf der BAB 9 kein durchkommen mehr. Quer liegende LKW und PKW, vor allem am Hienberg, machten ein Weiterkommen unmöglich. Über 1000 Fahrzeuge  mit ihreren Insassen standen damals für mehr als 12 Stunden bei Minusgraden auf der Autobahn, eher sie weiterfahren konnten.

Windeneinsatz nach Kletterunfall
Windeneinsatz nach Kletterunfall

Bergrettungs- und Höhlenrettungseinsätze:

 

  

Durch die Geographische Lage mitten in der Fränkischen Alb und am Rande der Fränkischen Schweiz, ist vor allem das Pegnitztal mit seinen Nebentälern ein beliebtes Klettergebiet, ebenso wie der "Höhenglücksteig" der zwar eigentlich zum Landkreis Amberg Sulzbach gehört jedoch vom Nürnberger Land Rettungsdienstlich mit abgedeckt wird. Hier ereignen sich oft Sport und Freizeitunfälle. Auch in den "befahrbaren" Höhlen wie der Bismarkgrotte, dem Windloch bei Großmeinfeld oder dem Alfelder Windloch verunglücken immer wieder auch erfahrene Höhlentouristen. Bei solchen Einsätzen kommt die Berg- oder Höhlenrettung der Bergwacht Lauf mit dem Einsatzleiter Bergwacht zum Einsatz. Zusätzlich wird auch immer der "ELRD" zur Koordination des Landrettungsdienstes alarmiert.  

Person im Wasser Baggersee Happurg
Person im Wasser Baggersee Happurg

Wasserrettungseinsätze:

 

  

An den zahlreichen Badeseen, Bagger- sowie Stauseen und den Fließgewässern des Landkreises, wie der Birkensee bei Röthenbach an der Pegnitz, der Stausee und Baggersee Happurg und der Pegnitz, kann es zu schweren Tauch- Bade- und Ertrinkungsunfällen kommen. Auch hier wird dann der "ELRD" zusätzlich zum Einsatzleiter Wasserrettungsdienst alarmiert.

Beide Einsatzleiter arbeiten dann vor Ort, immer in enger Absprache miteinander den Einsatz zum Wohle der, oder des Betroffenen ab.

 

Zahlen und Fakten

 

 

ELRD, RTW und NEF zusammen im Einsatz

Der ELRD/OrgL Dienst in Zahlen:

 

Im Jahr 2013 wurde der Einsatzleiter Rettungsdienst des BRK Kreisverband Nürnberger Land insgesamt rund 181 mal alarmiert. Daraus resultierten 148 Einsätze. Bei 32 Alarmierungen war der Einsatz bis zur Übernahme am Funk nicht mehr erforderlich und wurde daher seitens der ILS abbestellt. Unsere Kollegen leisteten insgesamt im ELRD und OrgL Dienst 1030 Dienstschichten a 12 Stunden ab. Das enstpricht 12.360 Stunden Dienst zum Wohle aller Bürger, den Besuchern und den Durchreisenden unseres Landkreises.